Die Bischofsburg Kuressaare (Arensburg) auf der Insel Saaremaa gilt als besterhaltene mittelalterliche Burg Estlands. Die spätgotische Konventsburg der Bischöfe von Ösel-Wiek ist seit dem 14. Jahrhundert belegt; unter dänischer und schwedischer Herrschaft wurde sie mit Bastionen und Wassergraben zur Festung ausgebaut. Heute beherbergt sie das Saaremaa-Museum, der Eintritt ist kostenpflichtig, im Sommer ist täglich geöffnet, sonst meist Mittwoch bis Sonntag. Die Anreise erfolgt über die Nationalstraße 10: Von Virtsu auf dem Festland setzt die Fähre in rund 27 Minuten nach Kuivastu auf Muhu über, danach führt die Straße über den Väinatamm-Damm nach Saaremaa und bis Kuressaare. Für die Fähre empfiehlt sich im Sommer ein vorab gebuchtes E-Ticket, da ein Teil der Plätze online vergeben wird und am Wochenende Zuschläge gelten. Auf der Insel locken ruhige Nebenstraßen, Windmühlen und der Meteoritenkrater Kaali.