Die Burg Turaida (deutsch historisch Treyden) ist eine ab 1214 errichtete und in Teilen rekonstruierte Backsteinburg am Nordufer der Gauja, gegenüber von Sigulda. Sie ist Herzstück des Museumsreservats Turaida im Gauja-Nationalpark, der wegen seiner roten Sandsteinfelsen auch „Livländische Schweiz“ genannt wird. Vom Hauptturm überblickt man das bewaldete Gauja-Tal. Sigulda liegt rund 50 km nordöstlich von Riga und ist über die A2 gut erreichbar; die Straße von Sigulda hinunter ins Tal und hinauf nach Turaida ist eine der wenigen kurvigen Abschnitte im sonst flachen Lettland. Am Museumsreservat gibt es einen Parkplatz, für den im Sommer auch für Motorräder eine geringe Gebühr erhoben wird. In der Nähe liegen die Gutmannshöhle, die Burgruinen von Sigulda und Krimulda sowie die Seilbahn über die Gauja. Die Anlage ist ganzjährig geöffnet, die Öffnungszeiten wechseln saisonal.