Die archäologische Stätte Kernavė liegt im Tal der Neris, etwa 35 Kilometer nordwestlich von Vilnius, beim gleichnamigen Städtchen in der Rajongemeinde Širvintos. Markant sind fünf Burghügel, die Teil eines frühen Verteidigungssystems waren und einen weiten Blick über die Flusslandschaft bieten. Kernavė gilt als eine der wichtigsten Stätten der litauischen Frühgeschichte und als mögliche erste Hauptstadt des Großfürstentums Litauen; seit 2004 gehört sie zum UNESCO-Welterbe. Das staatliche archäologisch-historische Museum informiert über die Funde. Jedes Jahr Anfang Juli finden hier Mittelalterfeste statt. Die Anfahrt führt über ruhige Landstraßen durch das hügelige Neris-Tal und lässt sich gut mit einem Besuch von Vilnius und der Wasserburg Trakai verbinden.