Die Przełęcz Kocierska (718 m) ist der niedrigste Punkt im Hauptkamm des Andrychauer Beskids, des östlichen Teils der Kleinen Beskiden (Beskid Mały). Über den Pass führt die Woiwodschaftsstraße DW 781 von Andrychów über Targanice in Richtung Żywiec; die Passhöhe markiert zugleich die Grenze zwischen den Woiwodschaften Kleinpolen und Schlesien.
Die Strecke steigt durch bewaldete Hänge mit zahlreichen Kurven und Kehren an. Direkt auf der Passhöhe liegt eine scharfe Kurve, die „Zakręt Beskid“ genannt wird; beiderseits der Straße gibt es Parkplätze, die sich für eine Pause anbieten. Die Straße ist asphaltiert und ganzjährig befahrbar, im Winter ist im Bergland mit Schnee und Glätte zu rechnen.
Die Route hat eine lange Geschichte: Hier verlief einst ein Handelsweg von Krakau über Żywiec nach Ungarn, der Ende des 18. Jahrhunderts als „Gościniec Kocierski“ zu einer der ältesten befestigten Straßen Polens ausgebaut wurde. Am Pass steht heute ein Hotel; in der Umgebung lassen sich weitere Beskiden-Pässe wie Salmopol oder Kubalonka zu einer Tagestour verbinden.