Kokino ist eine bronzezeitliche Fundstätte auf dem Gipfel Tatićev Kamen im Nordosten Nordmazedoniens, etwa 30 Kilometer von Kumanovo entfernt und nur wenige Kilometer von der serbischen Grenze. Auf rund 1.010 bis 1.030 Metern Höhe nutzten die Menschen markante Einschnitte im Vulkanfels, um Sonnen- und Mondaufgänge zu beobachten; die 2001 entdeckte Anlage gilt deshalb als megalithisches Observatorium und steht auf der Tentativliste für das UNESCO-Welterbe. Die Anfahrt erfolgt über Staro Nagoričane auf schmalen, kurvigen Nebenstraßen durch eine dünn besiedelte Hügellandschaft; die Zufahrt bis zum Parkplatz am Fuß des Hügels ist asphaltiert, der Zustand der Regionalstraßen ist aber wechselhaft. Vom Parkplatz geht es zu Fuß etwa 500 Meter bzw. 15–20 Minuten steil bergauf, zuletzt über blanken Fels. Unterwegs gibt es keine Versorgungsmöglichkeiten, oben ist es oft windig. In der Nähe lohnt die Kirche Sveti Đorđe in Staro Nagoričane mit ihren Fresken aus dem 14. Jahrhundert.