Der Reiter von Madara ist ein frühmittelalterliches Felsrelief am Madara-Plateau beim gleichnamigen Dorf, rund 15 Kilometer östlich von Schumen im Nordosten Bulgariens. Es zeigt in etwa 23 Metern Höhe an einer rund 100 Meter hohen, fast senkrechten Sandsteinwand einen Reiter, der einen Löwen mit dem Speer erlegt, begleitet von einem Hund. Das Relief wird meist auf den Anfang des 8. Jahrhunderts und die Zeit des protobulgarischen Khans Terwel datiert und ist seit 1979 UNESCO-Welterbe. Unterhalb der Felswand liegt ein archäologisches Reservat mit Resten eines Heiligtums, Höhlen und Fußwegen; über eine Treppe gelangt man auf das Plateau mit Resten einer Festung und weitem Blick über das Umland. Madara ist über asphaltierte Straßen von Schumen bzw. von der Strecke Schumen–Warna aus gut erreichbar, am Eingang gibt es Parkplätze. Das Reservat ist ganzjährig zugänglich und eintrittspflichtig. In der Nähe lohnen das Denkmal „Gründer des bulgarischen Staates“ und die Festung von Schumen sowie die alte Hauptstadt Pliska.