Schloss Fürstenstein am Nordrand von Wałbrzych (Waldenburg) gilt als größtes Schloss Schlesiens und thront auf einem Felsrücken über der bewaldeten Schlucht der Pełcznica (Polsnitz). Die Anlage geht auf eine Burg Herzog Bolkos I. vom Ende des 13. Jahrhunderts zurück und wurde unter der Familie Hochberg, die das Schloss von 1605 bis 1944 besaß, zur prunkvollen Residenz mit rund 400 Räumen ausgebaut. Ab 1943 trieben Häftlinge des KZ Groß-Rosen im Rahmen des Projekts „Riese“ ein Stollensystem in den Fels unter dem Schloss; Teile davon sind heute bei Führungen zugänglich. Sehenswert sind außerdem der Maximiliansaal, die Terrassengärten und der rund 125 ha große Landschaftspark. Für Motorradfahrer ist das Schloss ein lohnendes Etappenziel am Rand der Sudeten – von hier führen kurvige Nebenstraßen ins Waldenburger Bergland und ins Eulengebirge. Parkplätze gibt es vor dem Torhaus, das Schloss ist ganzjährig geöffnet (Eintritt). In der Nähe liegen das Palmenhaus Wałbrzych, die Burgruine Alt-Fürstenstein und das Gestüt Książ.