Die Schlossruine Borgholm thront auf einer Kalksteinkante oberhalb der gleichnamigen Kleinstadt an der Westküste der Ostseeinsel Öland. Die erste Festung entstand im Mittelalter als Schutz der schwedischen Ostküste und wurde mehrfach umgebaut: Ab 1572 ließ Johann III. sie zu einem Renaissanceschloss erweitern, ab 1654 folgte ein barocker Umbau nach Plänen von Nicodemus Tessin d. Ä. Am 14. Oktober 1806 brannte das Schloss aus und ist seither eine der eindrucksvollsten Ruinen Skandinaviens. Heute ist die Ruine im Sommer mit Museum und Veranstaltungen zugänglich, vom Plateau reicht der Blick über den Kalmarsund. Öland erreicht man mautfrei über die rund sechs Kilometer lange Ölandbrücke (väg 137) von Kalmar; von dort sind es über die Inselhauptstraße etwa 25 Kilometer nach Borgholm. Die flachen, wenig befahrenen Straßen der Insel mit Windmühlen und Alvar-Landschaft eignen sich gut für entspannte Touren bis zum Leuchtturm Långe Jan im Süden.