Die Kirche Sveti Nikola (St. Nikolaus) am Ufer des Mavrovo-Stausees im Westen Nordmazedoniens ist eines der bekanntesten Fotomotive des Landes. Sie wurde von 1850 bis 1857 als Hauptkirche des Dorfes Mavrovo erbaut und 1953 überflutet, nachdem der Stausee mit seinem Wasserkraftwerk Ende 1952 fertiggestellt worden war. Der Glockenturm und die Außenmauern stehen noch, das Dach ist eingestürzt und das Innere zerstört. Je nach Wasserstand ragt die Kirche teilweise aus dem See oder ist – meist in trockenen Sommern – trockenen Fußes erreichbar. Der See liegt auf rund 1.200 m Höhe im Nationalpark Mavrovo; die Anfahrt erfolgt über gut ausgebaute, kurvige Bergstraßen von Gostivar oder Debar über Mavrovi Anovi und entlang des Seeufers. Die Gegend eignet sich für eine Tour durch das Radika-Tal mit dem Kloster Sveti Jovan Bigorski und weiter in Richtung Ohridsee.