Der Vršič ist mit 1.611 m der höchste Straßenpass Sloweniens und verbindet als Straße R1-206 Kranjska Gora im Norden mit dem Trenta- und Soča-Tal und weiter nach Bovec (rund 46 km). Die Straße durch die Julischen Alpen im Triglav-Nationalpark zählt 50 nummerierte Kehren – 24 auf der Nordseite, 26 auf der Südseite –, jede mit Nummer und Höhenangabe beschildert. Mehrere Kehren auf der Nordseite sind mit Kopfsteinpflaster belegt, was bei Nässe Vorsicht erfordert; die Steigung erreicht bis zu 14 %. Gebaut wurde die Straße ab 1915 von russischen Kriegsgefangenen als Nachschubweg für die Isonzofront; an die Opfer eines Lawinenunglücks 1916 erinnert die Russische Kapelle auf der Nordseite. Im Winter ist der Pass je nach Schneelage meist von Ende Oktober/November bis April/Anfang Mai gesperrt, der aktuelle Zustand steht auf promet.si. Seit Juni 2026 gilt ein neues Verkehrsregime mit Schrankenanlage; das Parken direkt auf der Passhöhe ist derzeit nicht erlaubt, Parkplätze gibt es unterhalb, etwa an der Russischen Kapelle und der Erjavčeva koča. Sehenswert sind außerdem das Felsgesicht Ajdovska deklica, das Julius-Kugy-Denkmal an Kehre 48 und die Soča-Quelle.