Dyrhólaey ist eine rund 115 m hohe Felshalbinsel an der Südküste Islands, etwa 6 km westlich von Vík í Mýrdal. Sie entstand vor rund 80.000 bis 100.000 Jahren bei einem untermeerischen Vulkanausbruch und trägt ihren Namen nach dem mächtigen Felstor an der Spitze, durch das bei ruhiger See Boote fahren können. Auf dem höchsten Punkt steht der Leuchtturm von 1927; von dort reicht der Blick über die schwarzen Sandstrände bis zu den Basaltnadeln Reynisdrangar und zum Mýrdalsjökull. Erreichbar ist das Kap über die Route 218, die zwischen Skógar und Vík von der Ringstraße abzweigt. Die steile Kehrenzufahrt zum oberen Plateau wurde 2022 ausgebaut und asphaltiert, ältere Beschreibungen nennen sie noch eine holprige Schotterpiste; Seitenwind kann hier für Motorräder heftig sein. Im Sommer brüten an den Klippen unter anderem Papageitaucher, in der Brutzeit können Teile der Halbinsel zeitweise gesperrt sein. Der schwarze Strand Reynisfjara liegt nur wenige Kilometer östlich.