Das Kloster Padise ist die Ruine einer ehemaligen Zisterzienserabtei im Kreis Harju im Nordwesten Estlands, etwa auf halbem Weg zwischen Tallinn und Haapsalu. Zisterziensermönche aus Dünamünde bei Riga zogen 1310 hierher; ab 1317 wurde die Anlage befestigt. Beim estnischen Bauernaufstand in der Georgsnacht 1343 wurde das damals überwiegend hölzerne Kloster niedergebrannt, der steinerne Ausbau war erst 1448 abgeschlossen. Nach der Auflösung 1559 diente der wehrhafte Bau als Festung und wechselte im Livländischen Krieg mehrfach den Besitzer. Erhalten sind mächtige Mauern und Gewölbe, die einen guten Eindruck vom Charakter einer Klosterburg geben. Padise lässt sich gut mit der Fahrt an die Nordwestküste kombinieren, etwa zum Leuchtturm Pakri bei Paldiski oder zum Keila-Wasserfall.