Das mazedonisch-orthodoxe Kloster Sveti Jovan Bigorski liegt im Westen Nordmazedoniens oberhalb des Radika-Tals, direkt an der Straße zwischen Gostivar und Debar im Gebiet des Nationalparks Mavrovo. Der Überlieferung nach wurde es 1020 gegründet; nach dem Verfall in osmanischer Zeit wurde es ab 1743 wieder aufgebaut und Anfang des 19. Jahrhunderts erweitert. Berühmt ist die zwischen 1829 und 1835 von den Mijak-Holzschnitzern gefertigte Ikonostase aus Nussbaumholz mit Szenen aus dem Alten und Neuen Testament. Ältere Gebäudeteile brannten 2009 ab und wurden ab 2010 im ursprünglichen Stil wiederaufgebaut. Die Anfahrt ist für Motorradfahrer besonders reizvoll: Die Straße von Gostivar über Mavrovo nach Debar folgt der engen, kurvenreichen Radika-Schlucht und ist asphaltiert, aber stellenweise schmal und mit Steinschlag zu rechnen. Am Kloster gibt es einen kleinen Parkplatz; Besucher sollten angemessen gekleidet sein. In der Nähe liegen der Mavrovo-See mit der versunkenen Kirche Sveti Nikola und das Dorf Galičnik.