Der Leuchtturm Sõrve steht an der Südspitze der lang gestreckten Halbinsel Sõrve, dem südwestlichsten Zipfel der estnischen Insel Saaremaa. Hier läuft das Land in der schmalen Landzunge Sõrve säär aus, die zwischen Ostsee und Rigaer Bucht ins Meer ragt. Ein erstes Leuchtfeuer gab es an dieser Stelle bereits 1646, wenige Jahre später folgte ein Steinturm. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Turm 1944 zerstört; nach einem hölzernen Provisorium wurde 1960 der heutige, 52 m hohe Betonturm in Betrieb genommen. Von Kuressaare führt die Straße über die gesamte, flache Halbinsel bis ans Kap – eine ruhige Fahrt mit immer wieder Blick aufs Meer. Saaremaa erreicht man vom Festland über die Fähre Virtsu–Kuivastu und den Damm zwischen Muhu und Saaremaa. In der Nähe lohnen der Meteoritenkrater Kaali und die Bischofsburg in Kuressaare einen Abstecher.