Der Vlasinasee liegt auf einer Hochebene im Südosten Serbiens auf rund 1.211 m Höhe. Mit etwa 16 km² Fläche ist er der größte und höchstgelegene Stausee des Landes. Er entstand 1947–1951, als das Torfmoor Vlasinsko blato durch einen Damm geschlossen und überflutet wurde. Eine Besonderheit sind die schwimmenden Torfinseln; See und Umgebung sind seit 2007 als Ramsar-Feuchtgebiet geschützt.
Anfahrt: Von Surdulica im Tal der Južna Morava führt eine kurvenreiche Bergstraße hinauf auf das Vlasina-Plateau und weiter an den Ufersiedlungen wie Vlasina Okruglica vorbei. Die Straßen sind asphaltiert, aber teils schmal und im Belag wechselhaft; mit landwirtschaftlichem Verkehr und Weidetieren ist zu rechnen. Von der Autobahn A1 bei Vladičin Han ist der See gut in einen Tagesabstecher einzubauen.
Die Landschaft mit Birkenwäldern, Mooren und Weiden wirkt für Serbien ungewohnt nordisch. Wegen der Höhenlage ist das Klima rau; beste Reisezeit ist Mai bis Oktober, im Winter ist mit Schnee zu rechnen. In der Umgebung bieten sich Weiterfahrten Richtung Crna Trava oder Bosilegrad an.